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Über 500 Mitgestalter des ehrenamtlich erstellten Kartenwerks treffen 
sich in Heidelberg. Ihr Motto: „Freie Projekte benötigen freie Daten“
Verkehrsminister Winfried Hermann: „Nachhaltige Mobilität und frei verfügbare Daten passen sehr gut zusammen“
Ein besonderes Beispiel der digitalen Mitgestaltung ist die OpenStreetMap (abgekürzt: OSM). Am Wochenende ist Heidelberg das Zentrum der OSM-Community. Vom 21. bis zum 23. September kommen über 500 Mapper aus der ganzen Welt in der Universitätsstadt am Neckar zusammen, um sich im Rahmen der jährlichen internationalen Konferenz „State of the Map“ (SotM) über die Weiterentwicklung des digitalen Kartenwerks auszutauschen. Denn ausschließlich Ehrenamtliche entwickeln die Karte im Rahmen einer weltweiten Community weiter.

Zu der von der Ruperto Carola und dem Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg unterstützten Veranstaltung laden die OpenStreetMap Foundation und OpenStreetMap Deutschland ein. Lokaler Gastgeber ist Prof. Dr. Alexander Zipf, Leiter der Abteilung Geoinformatik am Geographischen Institut der Universität Heidelberg und dem Heidelberg Institute for Geoinformation Technology (HeiGIT gGmbH).

Guillaume Rischard, Mapper bei OpenStreetMap: „Vor 15 Jahren gab es für digitale Geräte nur sehr teure Kartendaten, die aber meist veraltet, unvollständig und in ihrer Nutzung rechtlich stark eingeschränkt waren. Da haben wir die Karten selbst gemacht. OpenStreetMap ist eine stille und nützliche digitale Revolution der Bürger.“

Die internationale OpenStreetMap Community besteht aus Mappern (die die Daten erfassen) und Entwicklern (die passende freie Software entwickeln). Die diesjährige Konferenz wird an der Universität Heidelberg veranstaltet, welche die Veranstaltung unterstützt – auch die Forschung untersucht die Möglichkeiten und Herausforderung nutzergenerierter Geodaten. Die Zahl und Bandbreite der Nutzer wächst ständig. Dazu zählen: die öffentliche Hand, Nicht-Regierungs-Organisationen oder namhafte Firmen wie Facebook und Microsoft. Im Umfeld der Konferenz finden weitere Treffen statt, etwa „HOT Summit“ des Humanitarian OpenStreetMap Teams (HOT). Dort sind vor allem Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz oder Ärzte ohne Grenzen vertreten, die aktuelle Geodaten und Karten für Ihre Arbeit in Entwicklungsländern benötigen.

Die Veranstaltung wird unterstützt durch:
Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg ist Platin Sponsor der Veranstaltung. Verkehrsminister Winfried Hermann, MdL, war bei der Konferenzeröffnung mit einer Videobotschaft präsent. Er sieht in dem Projekt große Chancen: „OpenStreetMap ist eine Karte von Bürgerinnen und Bürgern für Bürgerinnen und Bürger. Diese Karte ist nicht nur sehr genau und zuverlässig, sondern auch ein zutiefst demokratisches Projekt: Es dient nicht der effizienten Gewinnerzielung, sondern ist eine gesellschaftliche Initiative auf breiten Schultern – ein Stück öffentliche, digitale Infrastruktur. Nachhaltige Mobilität und frei verfügbare Daten passen sehr gut zusammen. Open Data fördert Innovation und hilft, digitale Monopole zu verhindern.“

Landeseinrichtungen wie die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg oder die Landesstelle für Straßentechnik beteiligten sich an der Konferenz. Verschiedene digitale Mobilitätslösungen des Landes Baden-Württemberg bauen auf OSM auf. Der Radroutenplaner Baden-Württemberg beispielsweise nutzt OSM als Hintergrundkarte. In der elektronischen Fahrplanauskunft (EFA-BW) wird das Wegenetz der offenen Karte für Reiseauskünfte verwendet, um Bürgerinnen und Bürgern die gesamte Mobilitätskette zu beschreiben, OSM liefert zudem den Kartenhintergrund. Ferner beteiligt sich die landeseigene Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) aktiv an der Pflege und weiteren Verbesserung von OSM. Die Tochtergesellschaft des Landes wird der OpenStreetMap-Community Daten und Fotos von allen Haltestellen und Bahnhöfen bereitstellen, um den mobilen Nutzern bessere Orientierung zu ermöglichen.

Joachim Kast, Aktiver bei OpenStreetMap: „Freie Projekte benötigen auch freie Daten. Allerdings ist die Nutzung offener Geodaten sehr komplex. In Deutschland ist das Vermessungs- und Geoinformationswesen Ländersache. Daher ist das Engagement der Landesregierung von Baden-Württemberg sehr zu begrüßen. Gemeinsam geht es leichter.“

Auf der Konferenz „State of the Map“ werden dieses Jahr viele aktuelle Entwicklungen besprochen, etwa in Bezug auf die globalen OpenStreetMap Daten, das umfangreiche technologische Ökosystem der Software, zukunftsträchtige methodischen Fortschritte sowie das Dauerthema Open Data und Lizenzen. Oft sind bestehende Lizenzen anderer Anbieter und der öffentlichen Hand nicht kompatibel mit der Open-StreetMap-Lizenz, was die Nutzung in vielen interessanten Anwendungsfällen erschwert
oder gar verhindert. Hierdurch entsteht durch nicht ausgeschöpfte Potentiale auch ein volkswirtschaftlicher Schaden, der durch bessere Zusammenarbeit aller Akteure vermindert werden könnte.

Informationen zu OpenStreetMap:
OpenStreetMap ist ein im Jahr 2004 gegründetes Projekt mit dem Ziel, eine Kartengrundlage für digitale Anwendungen von der Stadtplanung bis zur Navigation zur Verfügung zu stellen. Erster Mapper war Steve Coast, der im Vereinigten Königreich vor 15 Jahren begann, eigene Karten zu erstellen. Die Mitglieder der OpenStreetMap Community sammeln weltweit Daten über Straßen, Flüsse, Wälder, Häuser sowie wichtige Daten mit Mobilitätsbezug wie etwa Straßen, Bahnstrecken, Haltepunkte 
oder Elektrotankstellen. Die Freiwilligen beteiligen sich am sogenannten Mapping, in dem sie mit einem GPS-Gerät Kartendaten erfassen und bei OpenStreetMap eingeben. Andere zeichnen dafür zugelassene Luftbilder ab und vervollständigen die Daten vor Ort. Ebenso sind Programmierer gefragt, um an der zentralen Datenbank, an den Editoren, an der Software, die die Karten zeichnet, oder an Hilfsprogrammen mitzuwirken. Weil die Daten selbständig von der Community erhoben werden und nicht aus existierenden Karten übernommen werden, hat OpenStreetMap alle Rechte daran. Die Karte darf jeder, ob Privatleute, Vereine, Firmen oder Institutionen, lizenzkostenfrei einsetzen und weiterverarbeiten. OpenStreetMap beendet die Abhängigkeit von den Anbietern proprietärer Daten und setzt dem reinen Konsumieren kreative Aktivität entgegen. Durch die Zusammenarbeit der Projektmitglieder entsteht eine freie Geodatenbank, die unter www.openstreetmap.org weltweit allen Menschen zur Verfügung steht - lizenzkostenfrei für jedermann verfügbar, auch zur kommerziellen Anwendung.

In Deutschland trifft sich die OpenStreetMap-Community auch auf regionaler Ebene. Das jährliche Treffen findet im Rahmen der FOSSGIS statt. Der FOSSGIS e.V. ist als deutscher Ableger der OpenStreetMap Foundation anerkannt.

Presseeinladung 18.09.2019 (PDF Link hier)

Weltkonferenz für eine Freie Karte

Die Macher von OpenStreetMap treffen sich in Heidelberg
Universität Heidelberg und Verkehrsministerium Baden-Württemberg
unterstützen Initiative

Sehr geehrte Damen und Herren,

hochwertiges digitales Kartenmaterial muss nicht kommerziell sein. Seit mittlerweile
15 Jahren zeigen die die Macher der OpenStreetMap (OSM), dass eine weltweite
Community in ehrenamtlicher Arbeit frei zugänglichen Geodaten und Kartenmaterial
von hoher Qualität herstellen kann, das als Grundlage für viele digitale Anwendungen
dient. Vom 21. bis zum 23. September treffen sich an der Universität Heidelberg rund
500 Aktive zu ihrer Weltkonferenz „State of the Map, um über die Weiterentwicklung
ihres Projektes zu sprechen. Im Rahmen eines Pressetermins möchten wir dieses
Engagement gerne vorstellen.

Zu diesem Termin laden wir Sie herzlich ein:

Datum: Samstag, 21. September 2019
Uhrzeit: ab 11:15 Uhr
Ort: Universität Heidelberg, Mathematikon, Seminarraum A (EG)
Im Neuenheimer Feld 205, 69120 Heidelberg

Kartenlink: https://www.openstreetmap.org/#map=19/49.41727/8.67560

Folgende Gesprächspartner erwarten Sie:

- Prof. Dr. Alexander Zipf,
Abteilung Geoinformatik, Universität Heidelberg und HeiGIT gGmbH

- Dr. Christian Förster,
Referent für Digitalisierung, Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg

- Guillaume Rischard,
OpenStreetMap Foundation (OSMF)

- Joachim Kast,
OpenStreetMap Deutschland

Moderation: Benjamin Herfort (HeiGIT)

Wir würden uns freuen, wenn Sie an dem Termin teilnehmen.
Wir bitten um Rückmeldung an folgende Adresse: herfort@uni-heidelberg.de

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Zipf
(im Namen der Veranstalter)

https://2019.stateofthemap.org

SOTM2019HD OSM
(hier zur PDF Version der Einladung)

-
Prof. Dr. Alexander Zipf
GIScience Research Group Heidelberg University
http://uni-heidelberg.de/gis

HeiGIT gGmbH, Heidelberg Institute for Geoinformation Technology
http://heigit.org 

http://giscienceblog.uni-hd.de
https://twitter.com/GIScienceHD

Dr. Nicole Aeschbach (TdLab Geography) conceives and leads the “Students’ Workshop” within the framework of the “7th German-Japanese University Presidents’ Conference” of the HeKKSaGOn network on September 12 and 13, 2019 in Heidelberg. In this university consortium, Heidelberg University, the University of Göttingen and the Karlsruhe Institute of Technology have joined forces with three of Japan’s leading universities – Kyoto University, Osaka University and Tohoku University. The aims of the network are to expand cooperation in research and teaching, initiate joint research projects and graduate programs, and promote the exchange of students, doctoral students and scientists. A workshop for students with participants from all network universities is embedded in the conference of the presidents and the scientific working groups. 21 invited students from Japan and Germany work together with Nicole Aeschbach on current challenges in the context of sustainable development.

We would like to invite you to contribute actively to the DGPF Annual Conference 2020 (Jahrestagung) in Stuttgart. Deadline for abstract submissions (500-1500 words) is 31 October 2019.

Our Working Group for Geoinformatics is looking forward to recent research and workbench insights covering the full range of methods in geoinformatics. Go for it and submit your cool research methods and new results to DGPF Jahrestagung 2020.

Talented students with excellent thesis research can also apply for the prestigious Karl-Kraus-Nachwuchsförderpreis 2020.

See you in Stuttgart.

First of all, thanks to everybody who attended our ohsome lab on OpenStreetMap History Analysis at last weeks FOSS4G in Bucharest. Even though there were eleven (!) tracks running in parallel, and our lab was not in the same location as the program track, we had some interested participants. Their affiliation ranged from public institutions to phd and bachelor/master students. For those of you that want to get a look at the presented information and try out these ohsome examples yourself, we’ve combined all material and links in snippets within our GitLab. Here is a link to the first example: https://gitlab.gistools.geog.uni-heidelberg.de/snippets/23. The second example plus the full presentation is linked within that first example.

The conference itself was well organized and had a lot of participants (around 1100). In addition to the conference we had a great time at the social events. We’ve met old colleagues and got to know new people, which is a key aspect of why attending conferences is an important part of the business-, but also of the social and personal life. It would be great to meet some familiar faces again in about 2.5 weeks in Heidelberg at this years global HOT Summit and State of the Map conferences. Looking forward to see you!

Bis zum 01.09.2019 kann die Austellung auf der MS Wissenschaft zum Thema “Künstliche Intelligenz” in Heidelberg besucht werden. Wir waren da und sind begeistert!

Für die Ausstellung hat das HeiGIT gemeinsam mit dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Potsdam das Mitmach-Exponat Mensch und Maschine – Forschung im Team entwickelt.

We’re happy to announce a new version of our QGIS Plugin ORS Tools. Additionally to the core services of giving easy access to our directions, isochrone and matrix API’s, the plugin now allows users to optimize their trips via a Traveling Salesman service.

The openrouteservice API’s included a Vehicle Routing Optimization Machine since quite a while, implementing the excellent Vroom library (© Verso) on our infrastructure. It allows users to plan fleet schedules in an optimal way, where multiple locations need to be visited in the optimal order by one or more vehicles.

This feature is finally implemented in our QGIS Plugin and is activated by the click of a button. It’s available for interactive routing as well as for batch routing using processing algorithms:

Before and after waypoint optimization

Before and after waypoint optimization

In normal mode it will only optimize over the waypoints between the first and the last, assuming the user knows the start and end locations. However, you can also choose to optimize the start or destination. Be aware, that each user only has a contingent of 50 optimization requests per day: https://openrouteservice.org/plans/.

Furthermore, ORS Tools has a few more improvements:

  • Improved GUI, allowing to properly setting up to 50 waypoints per route
  • Avoid countries option: Specifying numerical ORS Codes for countries from this list, they can be avoided
  • Elevation along the route is returned automatically, so now the output is LineStringZ
  • New batch routing algorithm allowing the input of MultiPoint geometries, where each Multipoint feature will be treated as one route
Finally, the Github repository has a new permanent home: https://github.com/GIScience/orstools-qgis-plugin.
See also our related research on healthy, quiet and green routingwheelchair accessibility, Landmark navigation or routing through open spaces and more.
Happy routing!

This week, the annual conference FOSS4G (Free and Open Source Software for Geospatial) is taking place in Bucharest, Romania. The conference is organized by The Open Source Geospatial Foundation (OSGeo) and attracts over 1000 professionals from industry and academia each year. The HeiGIT Big Spatial Data Team will present the ohsome platform and related tools such as the oshome API, the ohsome dashboard or the ohsomeHEX OSM History Explorer in a 90 minutes lab session.

Title: Analyzing the OpenStreetMap History with the ohsome Platform

Lab-Info: The ohsome platform https://ohsome.org allows to query the OpenStreetMap OSM history data on a global scale and hence to examine the data evolution and user contributions in a flexible way. Use cases of this platform are to explore OSM history data, to investigate, and to analyse the quality of OSM data by using intrinsic measures.

When: Wednesday, 28th of August 2:30 pm - 4:00 pm (EEST / UTC+3) Sessions Round 2

Where: Room 5, University of Bucharest

Related blog posts: Basically almost every post under the ohsome tag, especially part 1 and part 2 of the “how to become ohsome” series. We are looking forward to this special conference and to maybe see some familiar faces in our lab.

Ohsome is based on the oshdb (OpenStreetMap history database) as explained here:


Raifer, M, Troilo, R, Kowatsch, F, Auer, M, Loos, L, Marx, S, Przybill, K, Fendrich, S, Mocnik, FB & Zipf, A (2019):
OSHDB: a framework for spatio-temporal analysis of OpenStreetMap history data. Open Geospatial Data, Software and Standards, https://doi.org/10.1186/s40965-019-0061-3.

The International Symposium on Platial Information Science PLATIAL’19 will be held this year at the University of Warwick in September 5-6. The programme has just been published and includes a paper from our research group about a systematic literature review about Place in the GIScience Community.

As the first PLATIAL’2018 symposium held in Heidelberg 2018 the symposium is funded and organized by the “VGIscience” SPP of the Germany Research Foundation (DFG), where our group has two running projects (one about VGI data quality and one improving spatial analysis in social media streams) and a third new accepted project (about Deep Learning with VGI and Remote Sensing imagery).

Wagner, D.; A. Zipf and R. Westerholt (2019): Place in the GIScience Community—a systematic literature review. PLATIAL 2019. Warwick.

We are delighted to invite you to join a workshop on open-source routing with time-dependent restrictions, see http://giscienceblog.uni-hd.de/2019/04/17/project-tardur-starts-open-source-routing-with-time-dependent-restrictions/.

The workshop is taking place on Friday before the State of the Map conference, 20th September 2019 in Heidelberg. It is free of charge and will last from 9:00 to 16:00 with a lunch break in between. Detailed programme will be announced closer to the event date.

The workshop will give you the chance to get a behind the scenes view of routing with temporal road restrictions such as nightly driving bans for trucks, one-way streets alternating between the directions and winter barriers in mountains. Technical challenges will be discussed based on the open-source solutions from GraphHopper and OpenRouteService which both rely on the open-access OpenStreetMap road network. Apart from an introduction to the TARDUR project you will have the unique opportunity to present your work and get in touch with other people who are considering applying time-dependent constraints in their projects.

If this sounds interesting to you, please register until Friday, 6th September .

We are looking forward to seeing you in Heidelberg!

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